
Vorerst, damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin für volle Härte gegen Kleriker und Laien, die Kinder missbrauchen. Kleriker würde ich für lange, lange Zeit zur Buße in ein Karthäuserkloster schicken - und falls keine Heilung eintritt: in die Wüste ... Andererseits wünsche ich mir aber, dass nicht jeder Priester oder zölibatär lebende Mann automatisch unter Generalverdacht steht.
Das ist aber offensichtlich die Taktik des kirchenfeindlichen Magazins "Spiegel", der in der Ausgabe 6/2010 wieder tief in die antikirchliche Trickkiste greift. Über die lachhafte Titelillustration haben sich ja schon andere Blogger ausgelassen. Der Inhalt des Artikels ist aber schlimm genug.
Den ganzen Skandal verdanken wir den Jesuiten, Krawatten- oder Unterleibchen-tragende Priester, die sich männlichem Jugendlichem anbiedern. Leider konnte ich nirgends lesen, dass das Übel ein Problem der Homosexuellen (in der SJ) ist. Was soll da die Diskussion über den Zolibat? Hätte eine Ehefrau diese Jesuiten davon abgehalten Buben zu mißbrauchen?
Und hätte eine - wie im Artikel gefordert - "unverkrampfte Einstellung der Kirche zur Homosexualität" Mißbrauchsfälle verhindert?
Abgesehen vom Titelblatt strotzt auch der Artikel vor Fehlern, nicht einmal das 6. Gebot konnte im Zusammenhang richtig zitiert werden ...
Lobenswert finde ich zwei Artikeln von kath.net, in denen die Statistiken über Pädophile näher untersucht wurden: Sporttrainer, Lehrer und protestantische Kultdiener haben ebensoviele, wenn nicht sogar mehr, Mißbrauchsfälle verschuldet. (über die Situation in den USA, über die deutschen Zahlen). Interessant der Hinweis, dass in den USA derzeit 122.000 Priester tätig sind und die Anschuldigungen seit 1950 (!) rund 4.300 Priester betreffen. Jeder Fall zuviel, aber in der Öffentlichkeit gibt es leider schon eine Verbindung: "Katholische Priester sind Kinderschänder". Dieses Muster hat ja auch schon bei der Intrige gegen Kardinal Groer gewirkt, wo es immer nur einen "Zeugen" gegeben hat (jetzt Lehrer bei den Anthroposophen) und viele feindliche Medien und schwache Kirchenfürsten.
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