Montag, 8. Februar 2010

Kirche der Kinderschänder?


Vorerst, damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin für volle Härte gegen Kleriker und Laien, die Kinder missbrauchen. Kleriker würde ich für lange, lange Zeit zur Buße in ein Karthäuserkloster schicken - und falls keine Heilung eintritt: in die Wüste ... Andererseits wünsche ich mir aber, dass nicht jeder Priester oder zölibatär lebende Mann automatisch unter Generalverdacht steht.

Das ist aber offensichtlich die Taktik des kirchenfeindlichen Magazins "Spiegel", der in der Ausgabe 6/2010 wieder tief in die antikirchliche Trickkiste greift. Über die lachhafte Titelillustration haben sich ja schon andere Blogger ausgelassen. Der Inhalt des Artikels ist aber schlimm genug.

Den ganzen Skandal verdanken wir den Jesuiten, Krawatten- oder Unterleibchen-tragende Priester, die sich männlichem Jugendlichem anbiedern. Leider konnte ich nirgends lesen, dass das Übel ein Problem der Homosexuellen (in der SJ) ist. Was soll da die Diskussion über den Zolibat? Hätte eine Ehefrau diese Jesuiten davon abgehalten Buben zu mißbrauchen?

Und hätte eine - wie im Artikel gefordert - "unverkrampfte Einstellung der Kirche zur Homosexualität" Mißbrauchsfälle verhindert?

Abgesehen vom Titelblatt strotzt auch der Artikel vor Fehlern, nicht einmal das 6. Gebot konnte im Zusammenhang richtig zitiert werden ...

Lobenswert finde ich zwei Artikeln von kath.net, in denen die Statistiken über Pädophile näher untersucht wurden: Sporttrainer, Lehrer und protestantische Kultdiener haben ebensoviele, wenn nicht sogar mehr, Mißbrauchsfälle verschuldet. (über die Situation in den USA, über die deutschen Zahlen). Interessant der Hinweis, dass in den USA derzeit 122.000 Priester tätig sind und die Anschuldigungen seit 1950 (!) rund 4.300 Priester betreffen. Jeder Fall zuviel, aber in der Öffentlichkeit gibt es leider schon eine Verbindung: "Katholische Priester sind Kinderschänder". Dieses Muster hat ja auch schon bei der Intrige gegen Kardinal Groer gewirkt, wo es immer nur einen "Zeugen" gegeben hat (jetzt Lehrer bei den Anthroposophen) und viele feindliche Medien und schwache Kirchenfürsten.
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Freitag, 29. Januar 2010

Schwulenfreundlicher Bundespräsident


Dr. Heinz Fischer, früher linkslastiger SPÖ Politiker und nun Bundespräsident der Republik Österreich, hat einem "Gay-Magazin" (Zeitschrift speziell für Homosexuelle) eine Titelstory gewährt. Er wurde dabei von dem schwulen ORF-Moderator Alfons Haider interviewt.

Fischer spricht sich im Interview dafür aus, dass die Eingetragene Partnerschaft vor dem Standesamt geschlossen werden soll. Derzeit darf diese Verbindung zweier Homosexueller nur vor einer Bezirksverwaltungsbehörde geschlossen werden, um einen kletzten Rest Unterschied zur Ehe zu suggerieren.

Fischer meinte auch, dass er bisher kein überzeugendes Argument gehört hat, warum schwule Paare keine Kinder adoptieren dürfen. Derzeit ist das in Österreich noch verboten. Eine Einzeladoption durch einen Homosexuellen ist aber derzeit schon erlaubt.


In der Zeitschrift finden sich auch Artikeln zum Thema Homosex ("Was der Mann im Bett erwartet") und jede Menge "schöner" Männer in Posen.
Bundespräsident Heinz Fischer, der auch Agnostiker ist und keiner Kirche angehört, will heuer wiedergewählt werden. Bis dato wurden keine Gegenkandidaten der anderen Parteien aufgestellt, allgemein wird mit einer Wiederwahl gerechnet.
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Sonntag, 24. Januar 2010

Fangfrage bei Wiener Volksbefragung


Personen die spätestens mit 4. Jänner 2010 ihren Hauptwohnsitz in Wien begründet haben, dürfen bei der Volksbefragung der Rathaus-Sozialisten mitmachen. Die Volksbefragung findet von Donnerstag, 11. Februar bis Samstag, 13. Februar 2010 statt. Es werden fünf No-Na-Fragen gestellt: zu Hausbesorgern, Ganztagsschule, Citymaut, U-Bahn in der Nacht und Hundeführerschein für Kampfhunde.

Die Formulierungen der Fragen wurden kürzlich bekanntgegeben (hier nachlesbar) und sind im Stil von real- und sonstigen sozialistischen Regimen gehalten (Jubel über die bisherigen Leistungen und dann eine Suggestivfrage).

Besondere Vorsicht ist bei der Frage 2 zum Thema Ganztagsschule notwendig:

Der Text lautet:
Internationale Studien zeigen, dass die Ganztagsschule der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt sowie das Bildungsniveau der Bevölkerung deutlich hebt. Sind Sie für ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Wien?

Es ist unter Familien- und Schulexperten allgemein bekannt, dass die Wiener Sozialisten unter “Ganztagsschule” keineswegs einfach eine Schule mit Betreuungsmöglichkeit am Nachmittag meinen, sondern eine Schule in der der verpflichtende Unterricht auch am Nachmittag stattfindet. Der Fachausdruck dafür lautet “verschränkter Unterricht” (Freizeit und Unterricht wechseln sich ab). In solchen Schulen müssen die Kinder bis am Abend bleiben, ein vorzeitiges Gehen ist nicht erlaubt. Das wäre das Ende für familiäre Vorhaben, Ausflüge, private Museumsbesuche, Pfadfindernachmittage, Ministrantenstunden, Sportvereine etc. etc.

Der Bedarf an Betreuung von Schulkindern am Nachmittag kann durchaus mit Horten oder freiwilliger Betreuung an der Schule am Nachmittag gedeckt werden. Die zwangsweise Betreuung am Nachmittag schließt an den Zwangskindergarten an (derzeit nur für fünfjährige Kinder, soll aber ausgeweitet werden). Ziel ist offenbar die Vergesellschaftung der Kinder, ein Modell das in der DDR oder in anderen realsozialistischen Regimen geübt wurde.
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Sonntag, 17. Januar 2010

Österreich: nur noch 47% glauben an Gott


Kürzlich wies Prof. Dr. Josef Höchtl (ehemaliger ÖVP Politiker) in einer Pressekonferenz der Gesellschaft für Völkerverständigung darauf hin, dass die Katholische Kirche in Österreich von
6,947.259 Katholiken im Jahr 1976 auf nun 5,534.091 geschrumpft ist. Damit wird die amtskirchliche Angabe von minus 1 Prozent der Mitglieder (rund 53.000 Austritte im Jahr 2009) relativiert. In absoluten Zahlen bedeutet das ein Minus von 1,4 Millionen Gläubigen innerhalb einer Generation.

Doch nach Zahlen einer IMAS Untersuchung schwinden nicht nur die Gläubigen sondern auch das katholische (christliche) Denken in der Öffentlichkeit: nur noch 36% der Österreicher sehen in Weihnachten ein religiöses Fest. Nur noch 47% glauben an Gott und gar nur noch 30% an Jesus als Gottes Sohn, 30% an die Auferstehung. Nur 40% nehmen ein Leben nach dem Tod an.

Ob dieses Missionsland Österreich durch Seelsorgverbände, sozialpolitische Kirchenverbände und Krawatten-Priester wieder bekehrt werden kann?
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"Geheim-Ehe" für Homosexuelle?


Nachdem sich in Österreich die Homosexuellen-Organisationen vollkommen mit ihrer Forderung nach einer Home-Ehe durchgesetzt haben und bis auf die FPÖ alle Parteien schließlich dieses Anliegen unterstützt hatten, gibt es nun wieder Unzufriedenheiten. Nein es geht nicht um die Adoption von Kindern durch diese "Ehepaare" (diese Forderung ist ja schon am Tag der Beschlußfassung des Gesetzes über die Eingetragene Partnerschaft (EPG) aufgestellt worden), sondern um den Entwurf der neuen Meldezetteln.

Im EPG gibt es sehr wenige Unterschiede zur normalen Ehe, etwa dass die Partner keinen gemeinsamen "Familiennamen" sondern einen "Nachnamen" erhalten. Dadurch soll die Illusion aufrecht erhalten werden, dass es sich bei der EP nicht um eine Ehe im Sinne der bürgerlichen Gesetze handelt.

Insbesondere die Grüne-Partei will nun, dass auf den Formularen die Rubriken "In einer Partnerschaft lebend" und "in einer Ehe lebend" sowie "Familienname" und "Nachname" gemeinsam aufscheinen, damit niemand erfährt, dass die eingetragenen Partner homosexuell sind.

Also was jetzt? Ich dachte die Schwulen wollten am Standesamt heiraten und ihre "Liebe" allen Menschen zeigen? Jetzt doch nicht so ernst?

Dienstag, 22. Dezember 2009

Brave Katholiken bekommen genug Kinder

Kürzlich wurden in Wien die ersten österreichischen Ergebnisse des Generation und Gender Programms präsentiert (www.ggp-austria.at). In dieser Untersuchung, die in vielen Ländern Europas durchgeführt wurde, geht es um den Kinderwunsch und die Realisierung des Kinderwunsches.

Dazu ein wichtiges Detailergebnis über den Zusammenhang von Religion und Kinderwunsch:
Rund 70% der Österreicher bekennen sich zum Katholizismus. Doch nur ein geringer Teil, nämlich 6%, nehmen wöchentlich an der Hl. Messe teil (ist eigentlich die Sonntagspflicht noch bekannt???). Während Personen ohne Bekenntnis eine Kinderzahl von 1,9 als ideal ansehen, liegt der Wert bei Katholiken bei etwa 2,2 Kinder (auch wenn sie nur selten in die Kirche gehen) und bei Muslimen bei rund 2,6 Kinder. Wöchentliche Kirchgänger sehen jedoch eine Kinderzahl von 2,7 als ideal an! tatsächlich liegt die realisierte Kinderzahl in Österreich bei etwa 1,4 Kinder. Eine Gesellschaft benötigt 2,1 Kinder um bestandserhaltend zu sein. Das erreichen nur wenige Länder in Europa (z.B. Irland und Frankreich).

Bei Katholiken konnte auch untersucht werden, ob die gewünschte Kinderzahl tatsächlich umgesetzt wurde: hier zeigt sich, dass Personen ohne Bekenntnis und seltene Kirchgänger tatsächlich 1,3 Kinder bekommen, während eifrige Katholiken 1,8 Kinder bekommen. Mit der Häufigkeit des Kirchganges steigt besonders die Zahl der Kinder an und sie bleiben seltener kinderlos als der Durchschnitt (siehe Graphik unten).


Demographen erklären sich diese Effekte dadurch, dass die katholische Religion den Wert von
Mutterschaft hochhält, Kirchengemeinschaften soziale Netzwerke bilden und Religiösität helfen kann, neue und schwierige Lebenssituationen zu bewältigen.

Werden diese Ergebnisse einen Niederschlag in der konkreten Politik erhalten?
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Nicht jeder versteht kreuz.net ;-)


Am 17. Dezember 2009 veröffentlichte die Seite kreuz.net unter dem Titel "Zu schön, um wahr zu sein" eine Meldung, dass eine römische Kongregation die Instruktion "Musicam savram fovere" herausgebracht hätte. Darin werden unter anderem Pop-Songs in der Hl. Messe nicht mehr erlaubt und nur katholische Komponisten dürfen herangezogen werden.

Wer die Wirklichkeit in Deutschland und Österreich kennt, wird verstehen, dass das zu schön ist, um wahr zu sein.

Welchen beschränkten Überblick und welche Humorlosigkeit besitzen nun jene Journalisten und Schreiberlinge der amtskrichlichen Medien und Pressedienste, die sich tagelang über die "Fälschung" und "Verwirrung" durch kreuz.net erregt haben. Es wäre schöner gewesen, wenn sie einmal die liturgische und musikalische Wirklichkeit als "Verwirrung" bezeichnen würden...

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Freitag, 18. Dezember 2009

Auch im Kindergarten soll das Kreuz verschwinden


Das skandalöse Urteil des EGMR hat in Niederösterreich einen Vater, laut ORF Bericht ein "bekennender Atheist", animiert, ebenfalls das Kreuz im Kindergarten durch den Verfassungsgerichtshof zu eliminieren. Nach dem NÖ Kindergartengesetz 2006 (§12 "Ausstattung") ist ein Kreuz anzubringen:

In allen Gruppenräumen jener Kindergärten, an denen die Mehrzahl der Kindergartenkinder einem christlichen Religionsbekenntnis angehört, ist ein Kreuz anzubringen.

Im § 29 "Religiöse Erziehung" ist geregelt, dass der Kindergartenerhalter und die Kindergartenleitung den gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften die religiöse Erziehung der Kinder ihres Bekenntnisses im öffentlichen Kindergarten im Gesamtausmaß von höchstens einer Stunde wöchentlich zu gewähren haben. Die Eltern (Erziehungsberechtigten) können die Kinder jederzeit schriftlich von der Teilnahme abmelden.

ORF-Online berichtet dazu folgendes (
Link):

Vater will Kreuz in Kindergarten anfechten

Das Urteil des EU-Gerichtshofs für Menschenrechte gegen Kreuze in italienischen Schulen könnte nun auch in Österreich Folgen haben. Ein Vater aus NÖ sieht das konfessionslose Aufwachsen seiner Tochter gefährdet und will das Kreuz anfechten.

Den nö. Vater stört das Kreuz im Kindergarten seiner Tochter. Außerdem müsse das Mädchen immer wieder religiöse Feste wie etwa das Erntedank- und Nikolausfest besuchen. Die Eltern, bekennende Atheisten, sehen das Recht auf Erziehung ihrer Tochter verletzt. Sie sind der Ansicht, dass sie nicht selbst entscheiden können, nach welchen religiösen Weltanschauungen sie ihre Tochter erziehen, erklärt die Anwältin der Familie.

Wie die Religion im Kindergarten auszuüben ist, ist im nö. Kindergartengesetz niedergeschrieben. Der Vater sieht das als verfassungswidrig, er will die Passagen mit religiösen Bezügen streichen lassen. So etwa auch den Paragrafen, dass in Kindergärten, in denen die Mehrzahl der Kinder ein christliches Religionsbekenntnis hat, ein Kreuz anzubringen ist. Der Verfassungsgerichtshof wird jetzt prüfen, ob der Antrag des Vaters zulässig ist.
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Selig ohne Gott


Unter diesem Titel wurde der STERN Ausgabe 49/2009 gecovert. Der Bericht selber ist nicht sonderlich informativ, lediglich eine Ansammlung von verschiedenen mehr oder weniger skurrilen Sekten und religiösen Angeboten, die in Deutschland aktiv sind. "Mystik, Magie und Mediation liegen im Trend" urteilt der STERN. Die entsprechenden Angebote der katholischen Kirche wurden überhaupt nicht erwähnt.

Nachvollziehbar die Schilderung der Situation in der Evangelischen Kirche: "Doch wer sich der schweren Prpüfung eines protestantischen Gottesdienstes an einem beliebigen Sonntag unterzieht, muss auf einem harten Brett sitzen und auf ein nacktes Kreuz starren. Sachliche Seelsorger geben unablässig vernünftige Worte von sich, so wie man sie auch von der Pastorentocher Angela Merkel täglich in der "Tagesschau" vernehmen kann. Fürs Entertainment sorgt schon mal eine Elektro-Orgel, oder, schlimmer noch, ein unbedarfter Gitarrist, der dazu noch singt, meist ein Lied, das keiner kennt. Das Ganze hat das Ambiente eines Mathematikunterrichts an einer Gesamtschule." Der STERN zieht das Fazit, dass es genügen würde in den etablierten Kirchen ein wenig mehr Platz für das Irrationale einzuräumen, statt "ewig ihren Glauben rationalisieren zu wollen".

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IBM für Homosexuelle


In der österreichischen Zeitschrift NEWS (Ausgabe 48/2009) wird über zwei Seiten hinweg die Firma IBM ausgelobt, weil sie mit Herrn Andreas Citak einen eigenen Manager hat, der die schwulen Kunden betreut. Er wird als "GLBT-Beauftragter" des Unternehmens für Europa, Osteuropa, Afrika und den Nahen Osten und als "Spezialist für die Bedürfnisse von Kunden mit gleichgeschlechtlicher Sexualorientierung" bezeichnet. Natürlich darf auch nicht der Hinweis fehlen, dass Schwulen und Lesen eine "kaufkräftige Klientel" sind. Kein Wunder, sie müssen ja auch nicht Ausgaben für Kinder bestreiten.

Aus dem Interview geht jedenfalls nicht hervor, wie sich ein Computer für Homosexuelle von einem Computer für z.B. eine kinderreiche Familie unterscheidet. Von der Existenz eines "Familien-Beauftragten" in diesem Unternehmen ist ebenfalls nichts bekannt. Aber Danke an NEWS für den Bericht, jetzt weiß ich wenigstens welchen PC ich mir NICHT kaufen werde ...

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