Montag, 21. März 2011

Priester vom Pfarrgemeinderat gemobbt!


Hw. Mirko Ivkic hat kein Glück mit "seinen" Kirchenfunktionären. Der erste Fall liegt zwei Jahre zurück, als er Pfarrer im Kärtner Mölltal war. Der 47-jährige Priester wollte als Verfügungsberechtigter 283 Euro von einem Konto der Pfarre beheben, die für einen sozialen Zweck waren. Der Filialleiter der Bank, gleichzeitig Obmann des Pfarrgemeinderates, ließ das nicht zu. Wie zu erwarten stellte sich der Bischof von Kärnten auf die Seite des Pfarrgemeinderatobmanns und verweigerte die Transferierung des Kontos auf eine andere Bank. Die Gläubigen hielten zu ihm, trotzdem wurde er seiner Verpflichtung enthoben. Der PG-Obmann hat inzwischen seine Funktion zurücklegen müssen, auf Anweisung seiner Bank. Angeblich hat er sich inzwischen auch bei Hw. Ivkic entschuldigt.

Nun ist Hw. Ivkic in Losenstein im Ennstal (Oberösterreich) als Kaplan tätig. Doch auch hier mobbte ihn der Pfarrgemeinderat: es ging um die Renovierung des Pfarrhofes. Alle Medien und auch die Diözese beschreiben den Priester als sehr leutselig und menschenfreundlich, seine Predigten gelten als sehr lebendig. Die Gläubigen haben inzwischen über 1.400 Unterschriften für Hw. Ivkic gesammelt und wollen diese am 26. März dem Bischof in Linz übergeben. Die Stelle wurde aber schon ausgeschrieben.

Selbst die Diözese mahnte in einer Verlautbarung den PGR eine "heutigen Standards entsprechende Sitzungskultur einzuüben" und hält es für eine Fehlentwicklung, dass die kooptierten PGR-Mitglieder überwiegten. Angeblich gibt eine Gruppe Verwandter den Ton im PGR an.

Möglicherweise ist der Hintergrund der Affaire aber darin zu sehen, dass Hw. Ivkic kein "fortschrittlicher" Priester ist. Seine Ansicht etwa, dass er den Zölibat als eine sehr kostbare Sache für die Kirche bezeichnete, macht ihm in einer Diözese der Krawattenpriester (obwohl er auf dem Foto auch keinen römischen Kragen trägt ;-) und der Dechanten mit vom Bischof genehmigter Konkubine sicher nicht viel Freunde.

Wir werden sehen wie ernst die Führung der Linzer Diözese das Votum des "Kirchenvolkes" nimmt, denn über 1.400 Unterschriften aus einer Pfarre wie Losenstein sind nicht wenig ...


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