Samstag, 22. Oktober 2011

Babys für Homosexuelle?



Der österreichische Gesundheitsminister Genosse Stöger hat kürzlich im "Der Standard" verlangt, dass die künstliche Befruchtung auch für homosexuelle Paare (vermutlich meinte er Lesben) und für alleinstehende Frauen erlaubt sein soll. Derzeit ist die künstliche Befruchtung in Österreich lediglich für (verheiratete) Paare erlaubt.

Die Reaktionen darauf waren wie erwartet: linksliberale Medien applaudierte, die Grünen freuten sich und die Homo-Verbände jubelten - wohl auch deswegen, weil die Adoption für Homos (im Bild der glückliche Vater Elton John mit Zweitvater) mit der Erlaubtheit der Befruchtung für Lesben dann wohl auch kommen wird müssen.

Die einzige ablehnende politische Stimme kam - wieder einmal - von der FPÖ. In der angeblich christlichsozialen ÖVP herrschte das Schweigen im Walde. Nach Abschaffung des Familien-Staatssekretariates zugunsten eines Integrations-Staatssekretär hörte man noch vollmundig, dass die Familienpolitik nun Chefsache sein würde, also Sache des Parteivorsitzenden Vizekanzler Spindelegger. Vom Familienminister, der eigentlich Wirtschaftsminister ist, konnte man in einer so gesellschaftspolitischen Frage ohnehin keine öffentliche Stellungnahme erwarten. Der äußert sich nur dann, wenn es darum geht die Mütter möglichst rasch wieder an die Werkbank und die Kleinkinder in Betreuungsstätten zu bringen.

Eigenartig war die Kritik des Katholischen Familienverbandes, die nach einer viertägigen Schreckstarre veröffentlicht wurde. Der neue Präsident argumentierte darin ausschließlich mit der Kinderrechte-Konvention - was zwar nicht falsch ist, aber aus katholischer Sicht wohl zu wenige Argumente erschließt. Der KFÖ beeilte sich auch zu erklären, dass "der Kinderwunsch von homosexuellen Paaren verständlich und nachvollziehbar" sei. Im nächsten Satz noch eine Steigerung, in dem dieser Wunsch als "zutiefst menschliches Bedürfnis" erklärt wurde.

Einzig Familienbischof Küng klärte in einem Interview mit der Zeitschrift "Datum" die katholische Position, die sich aus der natürlichen Ordnung und dem Recht des Kindes auf Mutter und Vater ergibt.


1 Kommentare:

  1. Ach, bei einem gegengeschlechtlichen Paar ist Kinderwunsch "natürlich" , "menschlich", bei einem gleichgeschlechtlichen nicht - SChwule und Lesben sind folgerichtig keine Menschen??
    Wie kann man sich christlich schimpfen und gleichzeitig so menschenverachtend sein - auch die Seitenhiebe auf Migranten ("Nach Abschaffung des Familien-Staatssekretariates zugunsten eines Integrations-Staatssekretär") sind einfach unerträglich.
    Frag dich mal, wie Christus gehandelt hätte!!

    AntwortenLöschen